Die richtige Wahl der Zehenschoner

Wie suchst du die für dich passenden Zehenschoner aus?

Die richtige Wahl für dein Training und deinen Auftritt

Du brauchst Zehenschoner, um einen guten Kontakt zu deinem Spitzenschuh zu haben. Nur so kontrollierst du deinen wertvollen Spitzenschuh und deine Bewegungen. Auch wenn viele Tänzerinnen sie oft vergessen, sind Zehenschoner extrem wichtig, damit du wirklich gut tanzen kannst. Schau dir doch mal YouTube-Videos von berühmten Tänzerinnen und ihren Bühnenvorbereitungen an. Du wirst praktisch immer irgendeine Art von Zehenschoner sehen, die sie benutzen. Und das, obwohl diese Tänzerinnen natürlich komplett personalisierte Spitzenschuhe haben. Trotzdem verwenden sie zusätzlich Zehenschoner. Klar können sie perfekt tanzen, aber die richtigen Schoner geben ihnen einfach noch bessere Kontrolle und noch besseren Schutz im Training und bei Aufführungen.

Welche Aufgabe hat ein Zehenschoner?

Im Prinzip gibt es drei Aufgaben:
1) Schutz vor Druckstellen

2) Schutz vor Reibung

3) Schutz beim Auftreffen bei Sprüngen oder schnellen Kombinationen

Spitzenschuhe haben eine bestimmte Form. Normalerweise passen Füße nicht ideal in Spitzenschuhe. Deswegen zerstören Tänzerinnen die Struktur der Schuhe oft teilweise („break in“) indem sie ihre Schuhe stark mechanisch bearbeiten, damit sie etwas flexibler werden. Das verbessert die Passform und die Spitzenschuhe passen sich den Füßen besser an. Der Nachteil ist, dass die Schuhe dadurch schneller verbraucht sind (leider!) und dir viel weniger Halt geben.

Die harte Struktur von Spitzenschuhen

hat durchaus ihren Sinn, denn so verteilt der Schuh die Kräfte, die auf deinen Fuß wirken, besser. Ist diese harte Struktur aber schon etwas beschädigt oder leicht verbraucht, können die Kräfte nicht mehr so gut umgeleitet werden.

Welche Kräfte

[Wann wirken Kräfte im Ballett: Immer dann wenn du springst (Sautées) oder rasche Schritte und Drehungen machst.

Als Faustregel kannst du dir merken: immer wenn du deine Spitzenschuhe auf dem Parkett hören kannst, dann wirken natürlich auch höhere Kräfte auf deinen Schuh und dadurch auf deinen Fuß. Wir haben das selbst in unserem Tanzlabor mit Tänzerinnen gemessen und sind auf ganz erstaunliche Werte gekommen!]

“Breaking in” von Spitzenschuhen

Das heißt, du musst bei schon gebrauchten oder bearbeiteten  Spitzenschuhen viel mehr Muskeln in deinem Fuß aktivieren, um den idealen Kontakt zu haben und deinen Schuh wirklich führen und kontrollieren zu können. Das solltest du nur machen, wenn du sehr gut trainiert bist! Eine viel bessere und einfachere Variante ist, die richtigen Zehenschoner zu verwenden. Oft denken wir, dass Zehenschoner einfach in den Schuh kommen und dann den Druck wegnehmen.

Das stimmt so überhaupt nicht – besser gesagt, das ist für wirklich gute Zehenschoner völlig falsch. Hier ist das Spektrum viel größer.

Durchschnittliche Zehenschoner erkennst du daran, dass sie eigentlich relativ hart sind, verglichen mit deiner Haut oder deinen Muskeln. Sie verformen sich zwar, aber sie sind einfach zu wenig plastisch und zu wenig elastisch, als dass sie ihre Schutzfunktion voll erfüllen könnten. Sie schützen zwar vor Abschürfungen oder Kratzern im Schuh, aber eine richtige Druckaufnahme klappt nicht, weil sie härter als dein Fuß sind.

Auf das Material kommt es an!

Du musst dir das so vorstellen: Du hast den Schuh, dann kommt das Material deines Zehenschoners und dann dein Fuß. Wenn das Ganze jetzt belastet wird, nimmt der Teil die Kräfte auf, der sich am leichtesten verformen lässt. Wir nennen das die Plastizität des Materials. Bei sehr guten Zehenschonern ist das eben der Zehenschoner. Er nimmt dann die Kräfte auf, die sonst möglicherweise deinen Fuß verletzen würden.

Bei den üblichen Zehenschonern, die viel weniger plastisch und auch weniger elastisch sind, nimmt dein Fuß einen Großteil der Kräfte auf und nicht der Zehenschoner, wie es eigentlich sein sollte! Deswegen sind viele Tänzerinnen von durchschnittlichen Zehenschonern enttäuscht und versuchen dann, ihre Schuhe mit völlig ungeeigneten Materialien wie Watte, Papier usw. auszustopfen. Mach das nicht! Du verformst damit deine wertvollen Spitzenschuhe und machst es deinen Fußmuskeln schwerer, sich richtig zu bewegen.

Tanzlabor und Entwicklung

Diese Aussage basiert auf tatsächlichen Messungen, die wir in unserem Tanzlabor mit richtigen Tänzerinnen gemacht haben. Watte zum Beispiel – man denkt, ein superweiches Material, das ideal zum Dämpfen ist – dämpft Stöße und Schläge überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil, es wird sogar mehr direkt auf den Fuß übertragen! Warum ist das so? Wenn du Watte in den Schuh stopfst oder ähnliches Material, ist es nur ganz am Anfang weich. Nach ein paar Minuten ist es schon sehr stark verpresst und verhält sich dann eigentlich wie ein relativ hartes Material. Deswegen leitet es Schläge und Stöße weiter, wie sie zum Beispiel beim Échappé Seconde einfach auftreten, direkt auf deinen Fuß- ohne jede Dämpfung.

Vibrationen hörst du und spürst du

Was dir im Training und auch beim Auftritt Schmerzen bereitet, sind die Vibrationen, die entstehen, wenn du bei Drehungen oder Sprüngen wieder auf dem Boden aufkommst. Du hörst es auch selbst. Alle Bewegungen, bei denen du das Geräusch deiner Spitzenschuhe auf dem Parkett hörst, verursachen auch Vibrationen in deinem Schuh und damit in deinem Fuß. Und genau die können dir schließlich Schmerzen bereiten oder Abschürfungen erzeugen, wenn sich Schuh und Fuß gegeneinander bewegen. Gute Zehenschoner dämpfen genau diese Vibrationen und helfen dir, deinen tollen Spitzenschuh voll zu kontrollieren. So hast du wirklich die Kontrolle über deine Bewegungen und, noch wichtiger, du aktivierst genau die richtigen Muskeln, die du brauchst! Du lernst schneller und besser tanzen!

Plastizität des Materials

Klar ist: Ein Material, das anstelle deines Fußes Druck und Kräfte aufnehmen soll, muss weicher und leichter verformbar (wir nennen das plastisch) sein, bei trotzdem sehr hoher Elastizität. Erst dann kann das Material überhaupt Kräfte aufnehmen.

Das heißt, die richtige Wahl deines Zehenschoners hängt einmal natürlich von deinem Schuh ab (also genauer gesagt von der Form und wie viel Platz du noch hast – das hängt von deiner Fußform ab) und von der Weichheit deiner Fußmuskulatur. Trainierst du sehr viel, also zum Beispiel öfter als drei- bis viermal pro Woche, und/oder bist du professionelle Tänzerin, dann hast du einen sehr muskulösen, sehr gut trainierten Fuß, der relativ hart ist. Du kannst natürlich wunderbar mit sehr weichen Zehenschonern tanzen, kannst aber auch etwas strapazierfähigeres Material verwenden. Bei unseren Produkten könntest du gut das *medium soft* Material verwenden, das wir extra für sehr gut trainierte Tänzerinnen entwickelt haben. Das Material heißt zwar *medium soft*, ist aber immer noch viel plastischer als alle anderen Materialien auf dem Markt.

Training und Bühne

Klar kannst du als professionelle Balletttänzerin auch mit unserem *super soft* Material tanzen. Hier hast du einfach freie Wahl. Normalerweise passt dieses Material sehr gut für Tänzerinnen, die schon trainiert sind, also zum Beispiel ein- bis zweimal pro Woche tanzen. Das Material ist weicher und plastischer, hat aber trotzdem eine sehr hohe Elastizität. Wir haben unser Material so entwickelt, dass es etwas zeitversetzt reagiert. So stellen wir sicher, dass es sich je nach Belastung ideal verhält: Wenn du wenig Belastung hast, also zum Beispiel keinen Sprung machst, sondern nur auf der Spitze stehst, dann ist es einfach nur weich und angenehm. Du fühlst den Boden und alle Bewegungen im Schuh. Erst bei hohen Belastungen dämpft es stärker. Wir nennen das ein nichtlineares Verhalten. Bei unseren Materialien (alle unsere Zehenschoner haben diese Eigenschaft) haben wir diese Eigenschaft so entwickelt, dass sie ideal für den Balletttanz geeignet ist.

Die üblichen Zehenschoner auf dem Markt haben meistens ein unausgewogenes Verhältnis zwischen Plastizität (wenn die überhaupt vorhanden ist) und Elastizität. Du kannst damit nur einen Teil der Anforderungen abdecken, die an einen Zehenschoner gestellt werden. Aber für einfache Anforderungen, also zum Beispiel nur Schutz gegen Abschürfungen, sind sie durchaus gut geeignet. Falls du diese Zehenschoner verwendest, solltest du darauf achten, dass sie keine Oberflächenstruktur haben. Also nichts, was irgendwie Falten werfen oder sich mit der Zeit verschieben oder zusammenpressen könnte, sonst erzeugst du eher den gegenteiligen Effekt – so wie zusammengepresste Watte wirken würde.

 

Schneller und besser tanzen lernen

Startest du erst mit deiner Ballettkarriere und sind deine Füße noch sehr empfindlich? Nimm die plastischsten Zehenschoner, die du findest, die aber auch eine hohe Elastizität haben. Damit wirst du wie auf Wolken tanzen. Das ist nicht nur toll, weil du plötzlich mit viel weniger Druck oder sogar ohne Schmerzen tanzen kannst, sondern sie helfen dir auch, die richtigen Bewegungen zu machen.

Die richtigen Muskelgruppen

Mit Schmerzen fällt es uns sehr schwer, die richtigen Muskelgruppen zu aktivieren – wir machen Muskelbewegungen, die eigentlich falsch sind, nur um die Schmerzen auszugleichen. Wenn du hier nichts dagegen tust, lernst du falsche Muster ein, die später nur sehr schwer wieder wegzubekommen sind. Verwende ganz besonders am Anfang deiner Tanzkarriere gute Zehenschoner! Sie schützen deine Füße und sie schützen auch deine wertvollen Spitzenschuhe, denn auch die halten länger und du verlierst sie nicht so schnell.

Manche Zehenschoner haben Polster an den Zehen, die besseren Schutz bieten. Auch hier hängt die Auswahl wieder davon ab, was du erreichen willst. Wir haben unsere Zehenschoner so entwickelt, dass diese kleinen Zehenpolster so weich sind, dass sie weggedrückt werden. Sie füllen damit Hohlräume auf, die durch die Fußform entstehen. Hast du also zum Beispiel eine ägyptische Fußform mit relativ viel Platz in der Box deiner Spitzenschuhe, dann sind die Zehenschoner mit Zehenpolstern ideal für dich. Das Material wird etwas zur Seite gedrückt und füllt dann die Hohlräume etwas auf. Dadurch bekommst du mehr Stabilität und viel mehr Kontrolle über deinen Spitzenschuh. Erst so kannst du deinen Spitzenschuh wirklich gut nutzen. Ob mit oder ohne Polster hängt bei uns also eher von deiner Fußform ab.

Fußform

Bei durchschnittlichen Zehenschonern hilft es natürlich auch bei einer spitzzulaufenden Fußform, mehr Material im Schuh zu haben. Das funktioniert allerdings nur, wenn die Polsterung sehr plastisch und elastisch ist. Erst dann kann sie sich gut anpassen und auf die Belastungen reagieren.

Wir entwickeln unsere Zehenschoner in unserem eigenen Labor mit unseren eigenen Forschern. Wir glauben, nur so kann man wirklich gute Produkte herstellen, wenn man selbst die Kontrolle über die gesamte Entwicklung und Herstellung hat. Als Ergebnis haben wir jetzt Materialien, die nichtlinear sind und die wahrscheinlich die höchste Plastizität und Elastizität haben, die es gibt. Hast du einfachere Ansprüche, also nur Schutz in einer bestimmten Situation oder bei einer bestimmten Belastung, können normale Zehenschoner durchaus die ideale Lösung für dich sein.

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